Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie eine Liste von Fragen, die uns bei Erstgesprächen immer wieder begegnen, und natürlich die dazugehörigen Antworten.

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Inhalt

Wer bezahlt das Betreute Wohnen?

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist die zuständige Stelle, die das Betreute Wohnen finanziert. Es wird jedoch geprüft, ob sich der Antragssteller an den Kosten beteiligen kann. Für Menschen, die Hartz IV, Hilfe zum Lebensunterhalts (SGB XII) oder Grundsicherung erhalten, ist das Betreute Wohnen kostenlos.

Ausführlichere Informationen unter: LVR.de: Kostenbeteiligung aus eigener Tasche

Wann muss ich mich an den Kosten beteiligen?

Wenn Sie kein Empfänger von Hartz IV, Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII) oder Grundsicherung sind, wird die Höhe Ihres Einkommens und/oder Vermögens unter Abzug von Freibeträgen berechnet. Nur wenn Ihr Einkommen die für Sie geltende Einkommensgrenze übersteigt, sind Sie zur Kostenbeteiligung verpflichtet.

Ausführlichere Informationen unter: LVR.de: Kostenbeteiligung aus eigener Tasche

Wie wird die Höhe meiner Eigenbeteiligung errechnet?

Zunächst werden von Ihrem Nettoeinkommen die Kosten für die mit der Einkommenserzielung verbundenen Aufwendungen abgezogen, z. B. Fahrtkosten oder Arbeitsmittel. Dann wird geprüft, ob diese Summe über oder unter der gesetzlich definierten Einkommensgrenze liegt. Pro Person gilt hierbei ein Grundbetrag von 832 Euro (Stand: Mai 2018), den Sie pro Monat zur Verfügung haben dürfen. Hinzu kommt die Kaltmiete. Falls noch weitere Personen mit Ihnen in einem Haushalt leben, erhöht sich der Grundbetrag pro Person um 292 Euro.

Sie können die Frage, ob Sie eine Kostenbeteiligung leisten müssen, schnell und einfach anhand der folgenden Formel für sich selbst errechnen:

Berechnung Ein-Personen-Haushalt:

Berechnung Zwei-Personen-Haushalt:

75 % des Einkommens, das über dem für Ihren Haushalt geltenden Grundbetrag liegt, müssen Sie für das Betreute Wohnen einsetzen.

Ausführlichere Informationen unter: LVR.de: Kostenbeteiligung aus eigener Tasche

Muss ich mein Vermögen einsetzen?

Wenn Sie Vermögen haben, wird dessen Höhe geprüft, um zu entscheiden, ob Sie sich an den Kosten des Betreuten Wohnens beteiligen müssen. Ein Freibetrag von 5000 Euro (Stand: Mai 2018) bleibt unberücksichtigt, ebenso wie Ihr selbst bewohntes Eigenheim, sofern es angemessen ist. Erst wenn Sparbücher oder andere Vermögenswerte diese Grenzen überschreiten, kommt eine Kostenbeteiligung aus Vermögen in Betracht.

Ausführlichere Informationen unter: LVR.de: Kostenbeteiligung aus eigener Tasche

Müssen sich meine Eltern oder Angehörigen an den Kosten beteiligen?

Eltern müssen einen pauschalen Beitrag von 32,75 Euro (Stand: Mai 2018) pro Monat zahlen, es sei denn, sie sind dazu finanziell nicht in der Lage oder es liegt ein Härtefall vor, der in jedem Einzelfall begründet werden muss. Ob andere Unterhaltspflichtige (Kinder, getrennte oder geschiedene Ehegatten) zahlen müssen, wird ebenfalls in jedem Einzelfall geprüft und berechnet.

Ausführlichere Informationen unter: LVR.de: Kostenbeteiligung aus eigener Tasche

Muss ich eine eigene Wohnung haben?

Grundsätzlich richtet sich das Betreute Wohnen an Menschen, die in einer eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft leben. Wenn Sie noch bei Ihren Eltern wohnen, Ihr Auszug in eine eigene Wohnung aber bereits geplant ist und in Kürze umgesetzt werden soll, können Sie ebenfalls Hilfen aus dem ambulant Betreuten Wohnen in Anspruch nehmen.

Helfen Sie mir bei der Wohnungssuche?

Wir unterstützen die von uns betreuten Klienten bei der Wohnungssuche und allen damit verbundenen Schritten. Leider können wir außerhalb eines bestehenden oder beantragten Betreuungsverhältnisses keine Unterstützung bei der Wohnungssuche anbieten.

Ist Betreutes Wohnen möglich, wenn ich bei meinen Eltern wohne?

Wenn Sie noch bei Ihren Eltern wohnen, Ihr Auszug in eine eigene Wohnung aber bereits geplant ist und in Kürze umgesetzt werden soll, können Sie Hilfen aus dem ambulant Betreuten Wohnen in Anspruch nehmen. Wir unterstützen Sie in diesem Fall beim Umzug und den damit verbundenen Formalitäten und setzen die Betreuung dann in Ihrer neuen Wohnung fort. Für die Zeit, in der Sie noch bei Ihren Eltern wohnen, steht Ihnen in der Regel ein reduzierter Betreuungsumfang zur Verfügung.

Wie viel Betreuungszeit steht mir pro Woche zu?

Der Umfang der Betreuung wird im gemeinsam erstellten Hilfeplan ermittelt und beim zuständigen Kostenträger, dem Landschaftsverband Rheinland, beantragt. Dieser bewilligt eine festgelegte Anzahl an Stunden, die über den gesamten Betreuungszeitraum individuell verteilt wird. Die Verteilung richtet sich nach Ihrem jeweils aktuellen Hilfebedarf. Die durchschnittliche Betreuungszeit im ambulant Betreuten Wohnen in Bonn lag in der Vergangenheit bei rund 2,5 Wochenstunden.

Was ist Hilfe zum selbständigen Wohnen?

Eine Hilfe für Menschen mit (seelischer) Behinderung, um außerhalb von stationären Einrichtungen (Wohnheimen) mit ambulanter Betreuung möglichst selbständig leben zu können, d. h. Sie können bei dieser Hilfsform ihre Selbständigkeit in der eigenen Wohnung bewahren und ambulante Betreuung in Anspruch nehmen.

Ist Betreutes Wohnen eine rechtliche Betreuung?

Nein. Für eine rechtliche Betreuung ist ein richterlicher Beschluss erforderlich, der dem Betreuer Vollmachten für bestimmte Bereiche wie Finanzen, Gesundheit usw. verleiht. Für das Betreute Wohnen hingegen ist weder ein solcher Beschluss noch eine Bevollmächtigung nötig. Wir schließen mit Ihnen einen Betreuungsvertrag ab, in dem die Einzelheiten der Zusammenarbeit geregelt werden. Der Vertrag wird in der Regel für die Dauer von einem Jahr geschlossen und ist jederzeit kündbar.

Gibt es eine Altersgrenze für das Betreute Wohnen?

Ja, für Jugendliche und junge Erwachsene ist bis zu einem bestimmten Alter die Jugendhilfe zuständig. Die Entscheidung hierüber wird im Einzelfall vom Landschaftsverband Rheinland oder dem Jugendamt getroffen. Für das Alter "nach oben" gibt es keine Altersgrenze.

Helfen Sie mir bei der Antragstellung von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV)?

Ja, wenn Sie die Voraussetzungen für die Aufnahme ins ambulant Betreute Wohnen erfüllen und eine dauerhafte Betreuung durch Kompass Bonn geplant ist.

Ist das Betreute Wohnen bei Kompass Bonn ein Wohnheim?

Nein, wir betreuen Sie ambulant in ihrer eigenen Wohnung im vereinbarten Umfang und helfen Ihnen, ihre Selbständigkeit aufrechtzuerhalten und Ihre Lebensqualität in Ihrem gewohnten Umfeld zu verbessern.

Welche Voraussetzungen muss ich für das Betreute Wohnen bei Kompass Bonn erfüllen?

Sie müssen über eine eigene Wohnung, d.h. einen eigenen Mietvertrag, verfügen oder einen Umzug in eine eigene Wohnung konkret für die unmittelbare Zukunft planen. Die Wohnung muss sich in Bonn oder im Rhein-Sieg-Kreis befinden. Natürlich können Sie auch nur ein Zimmer, z. B. in einer Wohngemeinschaft, bewohnen.

Weiterhin ist eine fachärztliche Bescheinigung mit Diagnose einer seelischen Behinderung (z.B. Psychose, Depression, Angststörung, Persönlichkeitsstörung, Suchterkrankung) erforderlich.

Die Beantragung der Hilfe beim Landschaftsverband Rheinland erfolgt dann mit einem Hilfeplan. Dieser wird gemeinsam mit dem zukünftigen Betreuer von Kompass Bonn erstellt.

Wie lange kann ich Hilfe bekommen?

So lange, wie Sie sie brauchen.

Das Betreute Wohnen wird in der Regel für Bewilligungszeiträume zwischen 12 und 24 Monaten genehmigt. Nach Ablauf dieser Zeit muss ggf. ein neuer Hilfeplan erstellt werden, der den dann aktuellen Hilfebedarf beschreibt.